Huchen zurücksetzen: So nicht!

Wohl kaum einen anderen Süßwasser-Fisch umgibt solch ein Mythos wie den Huchen (huchohucho). Auch was den Fang eines solchen Großsalmoniden betrifft, gibt es unterschiedlichste Zugänge. Wenn man aber nun das Glück eines Fanges hat und den Fisch wieder zurücksetzen möchte/muss, so sollte man einige Dinge beachten. Hier die Do´s und vor allem Dont´s beim Huchen zurücksetzen.

Im folgenden Video schildert der im deutschsprachigen Raum weithin bekannte „Huchenfranz„, wie man den Huchen nach einem Fang bestmöglich versorgt und – sollte es notwendig sein – zurückversetzt. Huchenfranz ist übrigens nicht nur ein Angler mit Leib und Seele, sondern auch engagiert und höchst aktiv, wenn es um den Schutz von Flüssen und deren Bewohnern geht. So zeigt er mit seinen Video-Dokumentationen regelmäßig die katastrophalen Auswirkungen der sauberen Wasserkraft (Flussverbau und Stauraumspülungen) und andere negative Einflüsse auf die alpenländischen Flüsse und deren Fischfauna auf.

Huchen zurücksetzen, so geht´s!:

  1. Das Equipment  sollte angemessen sein. Ein Großsalmonide kann in der Strömung enorme Kraft entwickeln, der Drill sollte aber nicht unnötig in die Länge gezogen werden.
  2. Kescher: Unbedingt groß genug dimensioniert. Nicht nur im Durchmesser, sondern auch in der Tiefe. Nur so kann dem Fisch ausreichend Platz geboten werden.
  3. Fisch stets im Wasser belassen, mit dem Kopf der Strömung entgegen.
  4. Hände vor dem Schwanzwurzelgriff im Wasser zu spülen. Trockene Hände verletzen die Schleimschicht des Fisches und können Möglichkeit zum Eindringen von Krankheitserregern schaffen.
  5. Den Fisch solange (mit dem Kopf entgegen der Strömung) sanft zu stützen, bis er von selbst aus den Händen schwimmt.

 

Huchen zurücksetzen: So nicht!

  1. Unterdimensioniertes Equipment bzw. Kescher.
  2. Kiemengriff: Keinesfalls beim Huchen einen Kiemengriff (wie oft beim Hechtangeln üblich) anwenden. Huchen haben einen anderen Körperbau als Hechte, geringeren Öffnungswinkel der Maulspalte, können durch einen Kiemengriff schwere innere Verletzungen erleiden (Riss der Samenstränge, brechen der Kiemenbögen etc.) und daran sterben. Ein Kiemengriff mit senkrecht an der Hand hängendem Fisch oder zu 90 Grad weggespreitztem Kiemendeckel ist absolut lebensgefährlich für den Fisch und fällt damit auch gesetzlich unter Tierquälerei, kann demnach auch eine Anzeige zur Folge haben.
  3. Auch das Entfernen des Fisches vom Wasser (zB. für Fotos, auf denen man den Fangplatz verschleiern will) ist tunlichst zu unterlassen. Fotos, die man verständlicherweise von einem grandiosen Fang machen will, sind auch im Wasser gut und kreativ gestaltbar.
  4. Den Fisch niemals auf Felsen, Beton oder im Schnee ablegen. Auch bei Fängen im Sommer ist auf Hitzeentwicklung zu achten, daher bestenfalls den Fisch immer im Wasser belassen.

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