Integration: Asylwerber unterstützen Fischer

Die Reinigung der Gewässer ist ein wichtiger Bestandteil jedes Angelvereins und sollte auch jedem Fischer von Bedeutung sein. Gerade an Fließgewässern ein mühsames Unterfangen – so auch an der weststeirischen Kainach.

Asylwerber unterstützen Uferreinigung an der Kainach

Tatkräftige Unterstützung von Asylwerbern bei der Uferreinigung an der Kainach

Bei der alljährlich vom AFV-Graz organisierten Uferreinigung an der Kainach werden alle helfenden Hände gebraucht. Zuviel Unrat sammelt sich an den Ufern des Flusses. Teils von unachtsamen Autofahrern entlang der B70-Packer Bundesstraße entsorgt, teils aus dem Stadtgebiet von Voitsberg weggespült. Wer nach dem Wort „Asylwerber“ in der Überschrift und dem Müll nun spontan einen Zusammenhang herstellt, liegt richtig. Aber doch falsch!

Asylwerber statt Fischer

So waren es bei der heurigen Uferreinigung leider großteils die Fischer, die an dieser Aktion nicht teilnahmen. Ja genau, jene, die eigentlich Wert auf ein sauberes Gewässer legen sollten, enthielten sich der Teilnahme. Bedenkenswert, dass saubere Reviere offensichtlich auch nur wenigen Vereinsmitgliedern ein Anliegen sind. Die Qualität der Reviere ist nämlich nicht selbstverständlich und Leistungen für die Allgemeinheit werden von einigen wenigen erbracht. Auf jeden Fall ernüchternd für alle anderen Helfer, die stundenlang selbst großvolumigen Sperrmüll die unwegsamen Ufer hinauf schleppten.

ABER: Nicht zuletzt durch die Teilnahme von Freunden sowie von vier Asylwerbern aus Afghanistan und Syrien konnte die Reinigung der vorgesehenen Strecke dennoch bewältigt werden. Beeindruckend wie engagiert die vielleicht künftigen Mitbürger den Müll verantwortungsloser Zeitgenossen zu entsorgen halfen. So mancher könnte sich hier eine Scheibe Solidarität abschneiden. Herzlichen Dank jedenfalls allen Teilnehmern dieser Aktion!

Kuriosum am Rande: Das Hilfsangebot der Asylwerber wurde anfangs von mehreren Gemeinden und Organisationen unverständlicherweise gänzlich abgelehnt! Im sozialen Bereich und im Dienste der Allgemeinheit und Integration sollte doch jede helfende Hand willkommen sein, oder?

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