LIVE – Privatunterricht auf der „Hohe Jagd und Fischerei“

Die Hohe Jagd und Fischerei ist eine der bekanntesten und vor allem bestbesuchten Messen Europas in diesen Bereichen. Der Angelhaken ist natürlich vor Ort.

Nun war ich heute Morgen – der Wecker läutete um 5 Uhr – nicht unbedingt motiviert, mich für 3 Stunden ins Auto zu setzen um nach Salzburg zu fahren. Tja, wie könnte es mir als notorischem Morgenmuffel auch anders gehen.

Je länger ich im Auto saß und je weniger Kilometer es noch bis zum Ziel waren, desto steigender die Motivationskurve. Am Messezentrum Salzburg angekommen, stellte sich erste Verwunderung ein. Überall nur Messestände von Jagdausstattern, jagdlichen Reiseveranstaltern und Klamotten. Ich schwöre, ich wusste gar nicht, wieviel Kleidung man als Jäger tragen könnte. Von der „Krachledernen“ angefangen bis zu so einem futuristisch anmutenden Ganzkörper-Anzug mit Gesichtsschutz, Moskitonetz (zumindest für mich sah es so aus) und Kapuze – natürlich alles in Tarnfarben. Die darin gekleidete Schaufensterpuppe sah aus wie eine Mischung aus Scharfschütze und Shorttrack-Eisrennläufer. Vielleicht finde ich den Stand nochmals, dann versuche ich ein Foto zu machen.

Übrigens, die Weißwürste hier im Pressezentrum der Reed Messe Salzburg sind herrlich! Ebenso herrlich, wie der Bauernleberkäse, den man in der Fischereihalle im Semmerl um lasche 3 Euro bekommen kann. Man beachte die Allergeninformationen!

Bauernleberkäse auf der "Hohe Jagd und Fischerei"

Bauernleberkäse auf der „Hohe Jagd und Fischerei“

Zurück zum Wesentlichen. Der Fischereibereich ist heuer, so wurde mir an mehreren Ständen mitgeteilt, am ersten Tag weit besser besucht als 2015. Ich merke es. Reges Gedränge an den zahlreichen Tackle-Ständen, an denen mit Messe-Sonderpreisen geworben wird. Man muss sagen, es funktioniert! Was auch funktioniert ist die Kunstköder-Präsentation in den kleinen Vorführbecken direkt an den Ständen. Sollte man sich, wie ich bei Topwater Productions, unbedingt ansehen bzw. zeigen lassen.

Popper von Topwater-Productions im Test.

Popper von Topwater-Productions im Test.

Während Kunstköder-Spezialist Andreas Pernutsch am tiefen Demo-Becken optimale Köderführung von Wobblern präsentiert, mache ich mich auf in Richtung Fliegenfischer-Demo-Area (oder wie auch immer man es nennen will). Dort gilt es, Fotos von Ian Gordon und Sepp Fuchs zu machen – zwei der besten und bekanntesten Fliegenfischer und vor allem Caster der Welt.

Andreas Pernutsch am Demo-Pool

Andreas Pernutsch am Demo-Pool

Ich schwänzle also das Fliegenbecken auf und ab und versuche die beste Perspektive und den richtigen Zeitpunkt für einige Fotos zu finden. Nach etwa 100 Auslösungen von Ian und einer vielleicht zukünftigen Fliegenfischerin (max. 20 Fotos davon werden brauchbar sein – ja ich gebe es zu, ich bin kein guter Fotograf) spricht Ian Gordon auch mich an und fragt, ob ich schon einmal mit einer Zweihand-Rute geworfen hätte. Um einer totalen Blamage zu entgehen, verschweige ich, dass ich selbst 2 Zweihandruten besitze und doch schon seit Jahren damit werfe (bzw. es versuche).

Tja, wie sollte es anders kommen, bittet mich Ian zu sich an den Pool – natürlich vor den Augen der zahlreichen Interessierten. Was dann folgte, war eine Lehrstunde im Fliegenwerfen. Erst recht, als auch noch Sepp Fuchs dazukam und ich plötzlich inmitten dieser beiden Größen des Sportes stand und versuchte, nicht jeden Switch-Cast in sich zusammenfallen zu lassen. Einhand, Zweihand, Überkopf, Switchcast – sie haben mich wild in die Mangel genommen und es war… Geil!
Soviel in so kurzer Zeit habe ich zuletzt seinerzeit – ich glaube, das war Ende der 90er – von Christof „Stoffl“ Menz gelernt, der mir auf einer Messe in Graz das erste Mal eine Zweihandrute in die Hand drückte.

Was wollte ich euch nun eigentlich schreiben? Nun ja, dass ihr zum Beispiel die nächsten Tage noch unbedingt nach Salzburg fahren solltet und die Hohe Jagd und Fischerei besuchen. Unbedingt!

Und jetzt… Fotos!

Aber nur einige, die Galerie folgt dann in den nächsten Tagen, denn ich muss jetzt wieder runter in die Halle. Antti Guttorm (Jeder Fliegenfischer sollte diesen Namen kennen!) steht schon auf der Matte und auch die Kunstköder-Demo von Dustin Habener möchte ich noch erwischen. Und wer weiß, vielleicht schaue ich später nochmals bei Ian und Sepp vorbei.

 

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