Mit Online-Guiding zum ersten Mur-Huchen

Das ist Muhamed, Spitzname "Hamo", die zentrale Figur dieser Geschichte. Also merken!

Das ist Muhamed, Spitzname „Hamo“, die zentrale Figur dieser Geschichte. Also merken!

Ok, ich gebe es zu, diese Geschichte ist ein wenig skurril aber, irgendwie witzig. Sie hat ihren Ursprung am 9. Jänner, also genau vor zwei Wochen. Aufmerksame Leser können sich ja noch erinnern, dass ich zusammen mit Markus vom Hardy & Greys Team Deutschland beim Huchenspezialisten Velibor in Slowenien für Film-Dreharbeit zu Gast war (Bericht und Fotostrecke HIER).

Der erste Tag am Wasser war geprägt vom Eingewöhnen, Erkunden und Kennenlernen. Am zweiten Tag unserer Reise stießen noch einige Freunde und Bekannte von Velibor zu den Dreharbeiten nach und es entstand eine wirklich tolle, multinationale Gruppe von Fischern aus Österreich, Deutschland, Slowenien, Serbien und Bosnien – alle vereint durch nur 1 gemeinsame Leidenschaft.

Ein Kollege?

Nun war ich an diesem Samstag bereits seit 5.30 Uhr morgens am und im Wasser, komplett fokussiert im „Tunnel“ und habe das Eintreffen der anderen am Wasser nicht wirklich wahrgenommen. Auf dem Weg zum Auto zwecks Tackle-Wechsel ein Handshake mit den „Neuen“, kurzer Talk in Englisch (Anm.: sollte dies ein Englisch-Lehrer oder Native Speaker lesen, ich hätte Nachholbedarf!) und gegenseitige Material-Begutachtung. Am Parkplatz angekommen, steht doch da noch ein Auto mit Grazer Kennzeichen – mitten in der slowenischen Provinz. Großes Fragezeichen?

Zurück bei der Gruppe stellte sich dann heraus, dass dieses Fahrzeug Hamo gehört, einem gebürtigen Bosnier, der in Kärnten aufgewachsen und dann nach Graz gezogen ist. Natürlich gab es gleich regen Austausch über die Möglichkeiten der Fischerei in Graz und der Steiermark. Zwei Tage später schon, erschien Hamo bei der Kartenausgabe des AFV-Graz, bestand die vereinsinterne Fischerprüfung gänzlich fehlerlos und wurde ins Vereinsregister aufgenommen – Bahn frei!

Hose undicht, Schuhe kaputt – was nun?

Bahn frei? Fast! Nachdem Hamo in Slowenien feststellen musste, dass seine alte Wathose undicht und die Watschuhe kaputt waren, musste neues Material her. Die Wathose wurde geklebt, aber was tun in Sachen Watschuhe? Da gab es eine Anlaufstelle: Ich riet Hamo in den AOS-Store zu schauen. Nach mehr als einstündiger Beratung vor Ort (zugegeben kam ich nicht umher, mir selbst auch etwas mitzunehmen) hatte Hamo seine neuen Watschuhe, die schon förmlich nach dem Mur-Wasser lechzten.

Gestern war es dann soweit. An der Mur angekommen, galt es zuerst einmal das Gebiet zu erkunden. Nun, wie könnte man nun den Platz finden, an dem der Huchen steht, wenn man noch nicht über viel Erfahrung verfügt? Ganz klar, wir fragen einen Experten. Dass dieser Experte jedoch gerade hunderte Kilometer weiter südlich als Huchen-Guide unterwegs war, spielte in diesen Zeiten keine Rolle. Handy raus, Foto vom Spot geschossen, Velibor gesendet. Prompt kam die Antwort, wie Hamo sich positionieren und wohin er seinen Wobbler werfen solle.

Erster Mur-Huchen

Und… ihr werdet es nicht glauben, aber der Huchen biss genau an der vorausgesagten Stelle – beim siebenten Wurf! Genau an dieser Stelle, die ich eigentlich seit vielen Jahren kenne, aber nie befischte. Eine Stelle an der so viele Fischer bereits vergebens ihr Glück versuchten. Für Hamo passte es jedoch. Durch eine Verkettung von Zufällen und ein wenig Glück, vor allem aber aufgrund des Vertrauens in Tipps und Ratschläge, konnte Hamo gleich beim ersten Fischgang an der Mur, nach nur sieben Würfen, seinen ersten Mur-Huchen landen.

Huchen

Dank Online-Guiding zum ersten Mur-Huchen.

Und natürlich wurde dieser – wie es sich dem König der heimischen Flüsse gebührt – nach einem schnellen Erinnerungs-Foto wieder behutsam in sein Element zurückgesetzt.

Übrigens: Für jene, die an dieser Geschichte zweifeln… Hier der Beweis!

Screenshot der Kommunikation zwischen Velibor und Hamo.

Screenshot der Kommunikation zwischen Velibor und Hamo.

Ein Kommentar

  1. Dieter Deller 3. Oktober 2017

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