So… dann versuchen wir euch mal halbwegs auf dem Laufenden zu halten, was hier von den Experten so vorgetragen wird.

 

18:58 Uhr:
Haben fertig! Das war´s mit dem ersten Tag der Österreichischen Fischerei-Fachtagung 2015.
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18:45 Uhr:
Den Abschluss des ersten Tages bildet der Forellenzüchter Johann Kölbl, der Punkt für Punkt die ToDos auflistet, deren Umsetzung, respektive Erledigung es für eine gesunde Fischereiwirtschaft bräuchte.

Fischermeister und Forellenzüchter Johann Kölbl.

Fischermeister und Forellenzüchter Johann Kölbl.


18:15 Uhr:
Den Vorletzten Beitrag des Tages bringt Ökonomierat Fischermeister Thomas Kainz, der neben seiner Funktion als stellvertretender Obmann des niederösterreichischen Teichwirteverbandes zugleich auch Bundessprecher der österreichischen Karpfenteichwirte ist. Er geht auf mit Prädatoren und klimatischen Veränderungen auf die Probleme der Teichwirte ein. Bei der Beschreibung der aktuellen Situation der Karpfenteichwirtschaft zeigt er schonungslos die vergangenen, vor allem durch EU- und EWR-Beitritt verursachten Probleme (Großhandelspreis fiel um 40 Prozent) auf. Die heutige Situation hat sich zwar gebessert, jedoch ist der Besatzfischmarkt stark rückläufig (Stichwort: Catch & Release). Es wird weniger besetzt, aber mehr importiert. „Eine tschechische Teichwirtschaft hat 10.000 Hektar Wasserfläche, ganz Österreich zusammen nur 2.800 Hektar“, konkretisiert Kainz.

Ökonomierat Thomas Kainz erörtert die Probleme in der Karpfenteichwirtschaft.

Ökonomierat Thomas Kainz erörtert die Probleme in der Karpfenteichwirtschaft.


17:40 Uhr:
Was haben der Schwarzsee in Sölden und der Kanadische Lake Hazen, der übrigens nur 800 Kilometer vom Nordpol entfernt ist, gemein? Fische! Genauer, Seesaiblinge. Dr. Günter Köck von der Akademie der Wissenschaften verbringt einen Großteil des Jahres damit, in der kanadischen Arktis die Auswirkungen von Schwermetallen an Fischen zu erforschen. Gerade Quecksilber ist ein massives Umweltproblem. So wird beispielsweise der volkswirtschaftliche Schaden in Europa alleine durch die Quecksilber-Belastung von Neugeborenen auf 8.000 bis 9.000 Millionen Euro jährlich geschätzt!

In der kanadischen Arktis forscht Köck an der Quecksilber-Belastung von Fischen.

In der kanadischen Arktis forscht Köck an der Quecksilber-Belastung von Fischen.

Dr. Günter Köck von der Akademie der Wissenschaften.

Dr. Günter Köck von der Akademie der Wissenschaften.


17:07 Uhr:
Saprolegniose – Was steckt hinter dem „Wasserschimmel“, der weltweit bei verschiedenen Wildfischen und Aquakulturen, vor allem bei Lachs und Forelle, massive Ausfälle (zb. Japan 1992, 50 Prozent Verluste bei Silberlachsen zwischen 20 und 60 kg)? Dies erklärt Dr. Eva Lewisch von der Klinischen Abteilung Fischmedizin der Vet-Uni Wien.

Dr. Eva Lewisch

Dr. Eva Lewisch


16:25 Uhr:

Pause vorbei. Weiter geht´s. Was ist Biofisch? Was die Voraussetzungen dafür? Wie steht Österreich in puncto Biofisch da und wo bekommt man Biofisch? Antworten auf diese Fragen gibt nun DI Marc Mößmer von der ARGE Biofisch. Die Gesamtproduktion in Österreich beläuft sich in 26 Betrieben auf rund 700 Hektar (das sind etwa 30% der Gesamtfläche) auf etwa 350 Tonnen pro Jahr. Ein weiteres Argument für Biofisch: In der Produktion am „energiesparendsten“. So verschlingt die Produktion von 1 Kilogramm Bio-Karpfen 3 Kilowattstunden Energie (entspricht ca. 0.3 Liter Diesel bei einer CO2-Emission von 0,84). Zum Vergleich: Die Produktion von 1 Kilogramm Lachs verschlingt satte 47 (!) Kilowattstunden Energie (ca. 4,7 Liter Diesel). Unglaublich!

Unglaublich! Die Produktion von 1 Kilogramm Lachs verbraucht 47 Kilowattstunden Energie.

Unglaublich! Die Produktion von 1 Kilogramm Lachs verbraucht 47 Kilowattstunden Energie.

DI Marc Mößmer von der ARGE Biofisch.

DI Marc Mößmer von der ARGE Biofisch.


16:00 Uhr:

Das Wichtigste für uns, das Unwichtigste für euch Leser – Kaffeepause!


15:45 Uhr:

Das Bundesamt hat an der Fischzucht Kreuzstein auch einen beheizbaren Futterautomat für Trockenfutter und Plankton entwickelt. Mittels eigens entwickeltem Futter wurden Überlebensraten von 90-95 Prozent erzielt.


15:29 Uhr:

„Neues aus der Larvenzucht in der Fischzucht Kreuzstein“ – Univ. Doz. Mag. Dr. Franz Lahnsteiner vom Bundesamt für Wasserwirtschaft berichtet über Ergebnisse und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Fischzucht. Es wurde zum Beispiel eine Inneneidesinfektionsmethode für Salmoniden und Aalrutte entwickelt. Damit können bestimmte Bakterien im Ei bekämpft werden.

Univ. Doz. Mag. Dr. Franz Lahnsteiner

Univ. Doz. Mag. Dr. Franz Lahnsteiner

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14:45 Uhr:

Dr. Helmut Wedekind von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Fischerei zeigt anhand vieler Beispiele Vor- und Nachteile moderner Formen von intensiver Aquakulturen.
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1 Antwort
  1. Gerhard sagte:

    Wertes Team des Angelhaken.
    Danke für diesen Österreichweit einzigartigen Versuch, eine fischereiliche Fachtagung einem breiten Publikum in dieser Form zur Kenntnis zu bringen und darüber hinaus derart zeitnah!
    Bitte macht weiter so!

    Antworten

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