Streitigkeiten, politisches Hin und Her, fragwürdige Aussagen – Große Aufregung um Fischaufstiegshilfe in Steyr. Ausgerechnet diese Hilfestellung wurde jetzt hunderten Fischen zum Verhängnis.

Bereits während der Bauphase der Fischaufstiegshilfe an der Enns in Steyr gab es Querelen und Probleme. Im Februar berichteten die OÖN schon von massiven Schwierigkeiten beim Setzen der Spundwände. So wurden anfänglich Schäden an den nahegelegenen Häusern befürchtet, die durch Vibrationen – verursacht durch Einschlagen der Spundwand-Pfeiler – entstanden. Diese konnten offenbar jedoch nicht registriert werden.

Screenshot von www.nachrichten.at

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Schon im Vorfeld kam es zu Streitigkeiten, es wurde eine Schändung des Stadtbildes für Touristen befürchtet. Tourismus-Guide Wolfgang Hack wird von den OÖN zitiert: „Das wird der touristische Supergau. Ein Stausee, auf dem man mit dem Tretboot fahren kann, wäre mit lieber“. Anekdote am Rande: Genau dieser Wolfgang Hack präsentiert sich auf seiner Homepage am Flussufer sitzend, im Hintergrund leider kein Stausee.
Auch Bürgermeister Gerald Hackl hatte keine große Freude und gab den OÖN gegenüber das wissenschaftlich profunde (?) Statement „Es will kein Huchen aus der Enns hinauf in die Steyr. Das interessiert ihn null!“ ab.

Tourismus-Guide Wolfgang Hack posiert zwar gerne am Fluss, hätte aber lieber einen Stausee für die Tretboote. Screenshot von steyr-touristik.at

Tourismus-Guide Wolfgang Hack posiert zwar gerne am Fluss, hätte aber lieber einen Stausee für die Tretboote.
Screenshot von steyr-touristik.at

Nun, einige Monate später sieht die Lage gänzlich anders aus. Der Fischaufstieg ist doch nicht so grässlich wie befürchtet, sondern hat sich viel mehr zu einer kleinen Attraktion entwickelt, wie der Gemeinderat Hans Payrleithner betont. Er selbst habe direkt daneben sogar einen Huchen fotografiert. Ob das Bauwerk jedoch angenommen wird, müssen erst Untersuchungen zeigen – ähnlich, wie im steirischen Adriach, wo auch eine neue Fischaufstiegshilfe gebaut wurde.

Am Ende alles gut? Mitnichten!

Gerade jene Fischaufstiegshilfe, um die es soviel Hick-Hack gab, wurde nun zur Todesfalle für hunderte Fische. Offenbar ein Fehler in der Planung, aufgrund dessen während der Trockenphase die flussaufwärts wandernden Fische durch Spalten in der Fischaufstiegshilfe auf die angrenzende Schotterbank gespült wurden, wo sie verendeten. Eine Katastrophe!

Den vollständigen Artikel lest ihr HIER.

Links:
Großbaustelle Fischaufstieg…
Sieht doch gleich ganz anders aus
Betonwanne als Todesfalle…

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