Straftat Catch and Release – Einsatzkommando stürmt Wohnung eines Anglers

Straftat Catch and Release: Ein Einsatzkommando der Polizei stürmt die Wohnung eines Anglers, die Wohnung seiner Freundin und beschlagnahmt jegliche elektronischen Speichermedien (auch Handies) und gesamte Angelausrüstung. Der Angler wird verdächtigt, eine Straftat begangen zu haben! Eine Geschichte gleichsam erschütternd wie skurril.

Ein erschütterndes Video zieht gerade die Runden in deutschsprachigen Anglerkreisen, wird per whatsapp verbreitet und auf Facebook hundertfach geteilt, tausendfach kommentiert. Der Inhalt? Ein sichtlich niedergeschlagener Angler erzählt von dem traumatisierenden Moment, in dem ein fünfköpfiges Sonderkommando der Polizei seine Wohnung stürmt. Vor den Augen seines Sohnes! Beschlagnahmt wird so ziemlich alles. Alle Speichermedien wie Computer, Festplatten, USB-Sticks, Speicherkarten werden sowohl vom Angler als auch dessen Eltern konfisziert, ja selbst geschäftliche Unterlagen werden einfach mitgenommen.

Damit nicht genug beschlagnahmt das Einsatzkommando auch das gesamte Angel-Equipment. Ruten, Rollen, Schnüre, Schlauchboote, ja sogar die im Kinderzimmer des Sohnes an der Wand aufgehängten Spielzeug-Angeln werden heruntergerissen und mitgenommen. Alles vor den Augen der Nachbarn und natürlich des Kindes. Unglaublich! Parallel zu dieser Aktion dringt ein zweites Einsatzkommando in die Wohnung der Freundin des Anglers ein. Obwohl diese den Polizisten zu Zugang zur Wohnung untersagen wollte. Hilft nichts, Durchsuchungsbefehl vorhanden. Die Begründung: Straftat Catch and Release

Straftat Catch and Release

Es wäre ja fast lustig, wenn es nicht so traurig wäre, aber der Grund für diese „Razzia“ ist der Verdacht, der Angler hätte mit einer Catch and Release Taktik gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Angezeigt wurde er daraufhin von einer umstrittenen Tierrechtsorganisation, die selbst im Visier steht (Hinterfragen der Gemeinnützigkeit). Ja, richtig gelesen! Allein der Verdacht, ein Angler hätte catch and release praktiziert, führt im Jahr 2019 zum Einsatz eines Einsatzkommandos, Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen und der Traumatisierung von Kindern. Alles auf Verdacht, ohne jegliche Beweise. Gratulation! Wir haben es weit gebracht.

Was noch dazukommt: Es soll angeblich ein Video der Straftat Catch and Release existieren, dieses wurde jedoch dem Angler zufolge in Frankreich aufgenommen, wo catch and release nicht nur erlaubt, sondern streckenweise sogar vorgeschrieben ist! Das bedeutet, selbst wenn diese „Straftat“ von catch an release wirklich vom Angler praktiziert wurde, passierte dies in Frankreich. Dennoch instrumentalisiert die deutsche Tierrechtsorganisation deutsche Behörden zur Verfolgung dieser „Straftat“. Und diese spielen offenbar mit. Das Vorgehen in diesem Fall steht in absolut keiner Verhältnismäßigkeit, sind sich Angler europaweit einig.

Egal, wie man zu catch and release stehen mag – mancherorts verboten, anderenorts sogar vorgeschrieben – zeigt dieser Vorfall vor allem eines: Diese Tierrechtsorganisation hat mit Tierschutz nichts zu tun. Es liegt die Vermutung nahe, sie will nur werbewirksam Empörung schaffen und daraus finanziellen Profit schlagen. „Zwecks den Spenden warats.“ Ob der Angler nun wirklich eine Straftat begangen hat, werden deutsche Gerichte klären müssen. Inzwischen wurde ironischerweise dem Leiter des Einsatzes von der Organisation eine Urkunde als „Held der Tiere“ verliehen. Die Angel-Community und vor allem der beschuldigte Angler fühlt sich in höchstem Maße verhöhnt.

Hier nun das Video von Vitali Dalke:

3 Kommentare

  1. Schnepf Siegfried 6. April 2019
  2. Uwe Gehler 9. März 2019
  3. Thorsten Hans 8. März 2019

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